Freitag, 9. Dezember 2011

Kilimanjaro 2011 - Der Aufstieg II

Text: Eva Irmler
Fotos: Günter Schmidt



Ruhetag und letzter Teil des Anmarschs


Mittwoch, 7. 12.  Mawenzi Tarn Camp – Akklimatisationstag


Nach anfangs sternenklarer Nacht begann diesmal gegen Morgen Regen auf das Zelt zu prasseln. Nach einer Weile wurde das Geräusch dann deutlich leiser und als wir den ersten Blick nach draußen wagten, war doch tatsächlich das ganze Camp verschneit!

Katzenwäsche im Schnee

Günter ging es an diesem Morgen leider eher schlechter, seine Nase lief unablässig und er hatte leichtes Fieber.

Nach dem Frühstück machten wir uns mit William und Matthew trotz allem zu einer kleinen Akklimatisationstour auf, die uns auf den Grat zwischen dem Camp und dem Kibo-Sattel führte, den wir anderntags auf unserem Weiterweg überqueren würden. Nach nur einer Stunde waren wir am Ziel und da inzwischen wieder Graupel und Schneeregen eingesetzt hatte, stiegen wir anschließend ohne große Pause wieder zum Camp ab.

Dann mal lieber wieder zurück ins Camp...

Den Rest des Tages verdösten wir im Zelt, wenn nicht gerade eine Mahlzeit anstand. Da das Wetter den ganzen Tag über nicht wesentlich besser wurde, fühlte sich alles bald schon wieder grässlich klamm an. Auch Günters Zustand hatte sich bis zum Abend eher noch einmal verschlechtert, vor allem das Kopfweh. So langsam machten wir uns ernsthafte  Sorgen, ob er noch rechtzeitig für den Gipfel wieder einigermaßen auf den Damm kommen würde.

Am Nachmittag trafen auch die vier Amerikaner, die praktisch gleichzeitig mit uns am Gate gestartet waren, hier ein. Offenbar hatten sie die zweite Nacht schon im Second Cave Camp geschlafen, wo wir nur Mittagspause gemacht hatten, und waren von da ab immer einen Tag hinter uns gewesen. Es gab hier also durchaus auch andere Möglichkeiten, den Aufstieg zu gestalten, und vielleicht wäre es gar keine so schlechte Idee gewesen, noch einmal eine Übernachtung unterhalb 4000 m einzuschieben, um dem Körper mehr Zeit für die Höhenanpassung zu geben.

Donnerstag, 8. 12.  Mawenzi Tarn Camp – Kibo Hut


An diesem Morgen wurden wir wieder um 6.30 Uhr geweckt und noch vor acht waren wir abmarschbereit, was uns von William gleich ein großes Lob einbrachte. Günter fühlte sich zwar unverändert mies, aber wenigstens ließ das Wetter nichts zu wünschen übrig. Morgens zogen noch Nebelschleier um den Berg, aber sonst strahlte den ganzen Tag die Sonne.

Unser Berg - der Kibo

Über der weiten Ebene des Kibo-Sattels, einer endlosen, weitgehend vegetationslosen Mondlandschaft, erheben sich die drei Vulkane des Kilimanjaro-Massivs. Neben dem größten und höchsten, dem Kibo, den man üblicherweise meint, wenn man vom Kilimanjaro spricht, gehören dazu auch noch der felsige Mawenzi, an dessen Fuß wir die letzten beiden Nächte verbracht  hatten, und der Shira.

Blick zurück zum Mawenzi

Stunde um Stunde ging es nun in dieser Ödnis dahin und der Kibo, der längst zum Greifen nah erschien, wollte einfach nicht näher kommen.

Auch die Guides schleppen ordentlich Gepäck.

Doch dann nach einem kurzen, atemraubenden Steilstück erreichten wir endlich die Kibo Hut auf 4730 m Höhe, von wo es schon in der folgenden Nacht Richtung Gipfel gehen sollte.

Das Campinggelände war schon ziemlich dicht bevölkert und sogar zum Registrieren musste man sich anstellen – kein Wunder, denn hier treffen drei verschiedene Aufstiegsrouten zusammen, unter anderen die extrem beliebte Marangu-Route. Außerdem erklärten uns unsere Guides, dass just am folgenden Tag besonders viele Tansanier den Gipfel besteigen wollten, um so den 50. Jahrestag der Unabhängigkeit Tansanias zu feiern.

Kibo Hut und Camp

Unser Team war zum Glück so schlau gewesen, unsere Zelte etwas abseits vom großen Rummel aufzubauen. Das bedeutete zwar einen eher mühsamen Aufstieg zum Toilettenhäuschen, aber meistens genügte uns hier sowieso der Gang hinter die Felsen.

Unsere Zelte bei den Felsen

Den Nachmittag über sollten wir uns ausschließlich ausruhen, da ja schon um 23 Uhr das Wecken für den Gipfeltag anstand. Leider wurden es für uns keine sehr erholsamen Stunden, da sich bei mir allmählich ebenfalls Kopfweh einstellte und Günters verschlimmerte sich so, dass wir den Gipfel schon ernsthaft gefährdet sahen.

Im Nachhinein glaube ich, dass die Hitze im Zelt, das den ganzen Nachmittag über in der prallen Sonne stand, uns beiden geschadet hat. So viel Flüssigkeit, wie wir dadurch in der trockenen Höhenluft verloren, konnten wir einfach nicht durch Trinken ausgleichen.

Bei mir verschwanden die Kopfschmerzen schnell, sobald ich gegen Abend aufgestanden und die paar hundert Meter zur Toilette und wieder zurückgegangen war. Bei Günter war es dagegen nicht so einfach und auch William meinte am Abend, dass wir den Gipfel vergessen könnten, wenn es in der Nacht nicht besser werde. Unter diesen Voraussetzungen akzeptierte Günter gerne die angebotene Schmerztablette (Ibuprofen?), die dann glücklicherweise die erhoffte Wirkung hatte.

Nach dem Abendessen, das leider völlig ungenießbar geraten war – ein Berg völlig zerkochter Spaghetti, vermutlich hätten wir aber so oder so nicht extrem viel Appetit gehabt – krochen wir um 18 Uhr in unser Zelt, und schon bald war Günter eingeschlafen. Fünf Stunden später wachte er zum ersten Mal seit Tagen ganz ohne Kopfweh auf!

Mir ging’s nach dem Wecken zum Glück auch ganz hervorragend. Zwar war ich nervös und konnte deshalb gerade mal einen Schokoriegel zum Tee herunterwürgen, aber ansonsten gab mir die Aussicht, dass das Ziel, auf das wir nun monatelang hingearbeitet hatten, in greifbare Nähe gerückt war und das Ende unserer „Expedition“ nahte, noch einmal gehörig Auftrieb. Nicht einmal das Aufstehen mitten in der Nacht hatte ich als so unzumutbar empfunden, wie ich die ganze Zeit befürchtete.

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Kilimanjaro 2011 - Der Aufstieg I

Text: Eva Irmler
Fotos: Günter Schmidt



Zweiter und dritter Tag am Berg


Montag, 5.12. Simba Camp - Kikelewa Camp


Doch am nächsten Morgen schien tatsächlich die Sonne und alles war wieder leidlich trocken, sogar meine Wanderstiefel, die ich am Vorabend noch mit dem Papier ausgestopft hatte, das in unserem Zelt herumlag, als wir es bezogen (Verpackungsmaterial ?).

Sonne am Morgen hebt die Laune :) Im Hintergrund grüßt der Mawenzi

Um 6.30 Uhr wurden wir geweckt und der Hilfskoch brachte uns zwei Plastikschüsseln mit warmem Wasser vorbei („Water for the washing!“), ein Ritual, das sich in den nächsten Tagen jeden Morgen wiederholte. Frühstück gab’s um 7 Uhr und fiel an diesem Morgen noch viel zu reichhaltig aus: es gab Porridge, Bratkartoffeln und Würstchen, Weißbrot, Omelette, Marmelade (Red-Plum-Jam mit vielen Farb- und Zusatzstoffen, die wir schon aus der Lodge kannten) und Erdnussbutter, dazu wieder Tee oder Instantkaffee mit viel braunem Zucker. Da war einiges dabei, was ich morgens in aller Frühe noch nicht haben muss, so verzichteten wir für die übrigen Tage lieber gleich auf Porridge, Kartoffeln und Würstchen.

Laut Tagesbefehl von William sollten wir um 8 Uhr abmarschbereit sein, was wir um ein paar Minuten nicht schafften. Unseren Guide schien das schon leicht zu nerven, da sind wohl alle Bergführer rund um die Welt ähnlich gepolt... Verstehe ich eigentlich nicht, schon gar nicht hier, wo wir ja anschließend wieder ganz „pole pole“ (=langsam) den Berg raufkriechen sollten.

Vom Start weg ging es an diesem Tag relativ steil über Felsen nach oben, was in der Sonne schließlich trotz des sehr gemütlichen Gehtempos noch fast schweißtreibend wurde. Kurz bevor wir den Platz für unsere Mittagspause, das Second Cave Camp auf 3480 m erreichten, hatte ich auch zum ersten Mal das Gefühl, dass sich die zunehmende Höhe bemerkbar machte. Plötzlich fühlte sich unser Kriechtempo eigentlich ganz angemessen an!

Nach dem Mittagessen (wieder ein Lunchpaket, so ähnlich wie schon auf der Herfahrt) kam dann zuerst Nebel auf und im Lauf des Nachmittags – fast zur gleichen Zeit wie tags zuvor – begann es wieder leicht zu regnen.

Es wird feucht...

...und feuchter.

Scheinbar unzählige Male wanderten wir bergauf und wieder bergab durch Bachtäler und Rinnen bis wir nach einer gefühlten Ewigkeit um 15.45 Uhr das Kikelewa Camp (3630 m), unser heutiges Tagesziel erreichten. Unmittelbar beim Lager entdeckten wir auch die ersten Senecien, zu deutsch Riesenkreuzkraut, eine wirklich beeindruckend große endemische Pflanzenart.

Kikelewa Camp im Nieselregen. Die Senecien hier (etwas unterhalb der Bildmitte vor den Felsen) waren noch nicht die allerprächtigsten  Exemplare.

Bevor es kurz nach sechs finster wurde, füllte Günter noch alle unsere Wasserflaschen, denn an diesem Lagerplatz gab es zum letzten Mal vor dem Gipfel einen Bach und damit einigermaßen brauchbares Trinkwasser. Von da an wären wir auf einen Tümpel beim Mawenzi Tarn Camp angewiesen, der lediglich von Schmelz- und Regenwasser gespeist wird. Im Vorfeld der Reise hatten wir im Internet diverse Berichte von anderen Bergsteigern gelesen, die diese Route auf den Kilimanjaro gewählt hatten und sich alle einig waren, dass die Wasserqualität dieses Teichs sehr zweifelhaft sei.

Im Camp war diesmal außer uns nur noch eine weitere Gruppe, die ebenfalls nur aus zwei Touristen plus Begleitmannschaft bestand.

Auch diese Nacht begann feucht-kalt; doch schon bald klarte es auf und ein herrlicher Sternenhimmel war zu bewundern.

Dienstag, 6. 12.  Kikelewa Camp – Mawenzi Tarn Camp


Morgens schien dann wieder die Sonne und sorgte für angenehme Temperaturen.

Der Kilimanjaro zeigte sich erstmals in seiner ganzen Pracht.

Dies verleitete Günter und mich dazu, noch einmal im T-Shirt loszuwandern, was zunächst auch völlig ausreichte, sobald aber wieder der nun schon gewohnte Nebel aufzog, wurde es empfindlich kühl. Wir zogen dann zwar unsere Regenjacken über, aber eigentlich war das noch eine Schicht zu wenig. Bei einer Rast kamen wir ziemlich schnell ins Frösteln und drängten deshalb früher zum Aufbruch als unseren Guides lieb war.

Träger in der hier schon eher kargen Landschaft bei aufziehendem Nebel.

Da diese dritte Etappe recht übersichtlich ausfiel, waren wir erst um 8.30 Uhr gestartet und hatten trotzdem um die Mittagszeit schon unser Ziel erreicht. So wurden wir diesmal schon zu Mittag bekocht. Es gab frittierte Teigtaschen mit Gemüsefüllung und Pommes, sowie Früchte zum Nachtisch, dazu wie immer Tee.

Mawenzi Tarn Camp mit dem berüchtigten See

Das Mawenzi Tarn Camp liegt auf 4310 m eigentlich sehr idyllisch am Fuß des Vulkans Mawenzi und an dem schon erwähnten kleinen Bergsee. Die üblen Gerüchte über dieses „Trinkwasserreservoir“ fanden wir jedoch leider mehr als bestätigt. Der Tümpel sah schon bei unserer Ankunft im Sonnenschein ziemlich trübe aus und die überall herumliegenden Küchen- und sonstigen Abfälle, sowie der Uringestank direkt am Ufer ließen Böses ahnen. Immerhin waren die fest installierten Toilettenhäuschen so platziert, dass die Fäkalien nicht in den Teich geschwemmt werden konnten. Einige Gruppen im Camp hatten jedoch auch ihre privaten Toilettenzelte aufgestellt und sich dabei offenbar keine Gedanken über solche Kleinigkeiten wie Trinkwasser-Reinhaltung gemacht.

Abgesehen davon fand ich es unnötig, Toilettenzelte auf den Berg zu schleppen. Die Häuschen vor Ort waren bis dahin gar nicht mal so schlecht, da hatte ich in amerikanischen Nationalparks oder auf Berghütten in den Alpen schon Schlimmeres erlebt.

Da wir zwei Nächte hier bleiben würden und es außerdem bei der Kibo Hut, dem Ausgangscamp für die Gipfelbesteigung, gar keine Wasserquelle gab, würden wir nun fast drei Tage auf dieses Wasser angewiesen sein. Da half nur noch genügend Micropur und die Hoffnung, dass unser Koch das Wasser immer gewissenhaft abkochte. Natürlich nützte das aber alles nichts gegen den üblen Geruch und Geschmack, den man höchstens mit Brausetabletten ein wenig überdecken konnte.

Lecker Trinkwasser...

Der Nachmittag war dann noch überwiegend sonnig, so dass wir unsere Ausrüstung wieder einmal trocknen konnten. Da es an diesem Tag sonst nichts mehr zu tun gab, verbrachten wir die Zeit im Zelt mit Lesen, Hörbüchern oder Musikhören. Das Camp war ziemlich voll für meine Begriffe: drei Gruppen, davon eine mit mindestens 10 Gipfelaspiranten plus der entsprechend großen Schar an Begleitern teilten sich den begrenzten Platz. Allerdings meinte William, dass das nichts sei im Vergleich zur Hauptsaison. Da wollte ich mir lieber gar nicht erst vorstellen, wie es dann um die Wasserqualität bestellt ist.

Abends klagte Günter erstmals über Kopfweh und Schnupfen und sein Appetit ließ auch zu wünschen übrig. Hoffentlich würde der morgige Ruhetag für schnelle Besserung sorgen, denn schon in drei Tagen wollten wir auf dem Gipfel sein.

Das Lager am Fuß des Mawenzi
unter dem Sternenhimmel - gleich geht der Mond auf.

Montag, 5. Dezember 2011

Kilimanjaro 2011 - Zum Kilimanjaro

Text: Eva Irmler
Fotos: Günter Schmidt



Anfahrt und erste Etappe


Sonntag, 4.12. Moshi - Nalemoru Gate - Simba Camp


Diesmal waren wir zeitig um halb acht beim Frühstück, weil der Service an diesem Morgen aber deutlich schleppender lief als tags zuvor, brauchten wir viel länger als gedacht. So mussten wir uns danach beim letzten Packen ziemlich sputen, denn pünktlich um 9 Uhr standen unsere beiden Guides auf der Matte, um uns abzuholen.

Einen Teil unseres Gepäcks, den wir nicht für die Kili-Besteigung brauchten, konnten wir in der Lodge deponieren. Was auf den Berg mit sollte, hatten wir in zwei extra für diese Reise angeschaffte, wasserdichte 89l-Ortlieb-Taschen gepackt. Ansonsten hatten wir nur unsere normalen Tagesrucksäcke mit und Günter natürlich seine nicht eben leichte Fotoausrüstung.

Nach kurzer Fahrt erreichten wir das Büro von Mauly-Tours, wo am Hinterausgang schon ein schwer bepackter Safaribus und jede Menge Menschen auf uns warteten. Wir wollten zunächst gar nicht glauben, dass sie alle zu unserer Begleitmannschaft gehörten: insgesamt 8 Leute! – 2 Guides, 1 Koch, 1 Hilfskoch/Kellner und 4 Träger. Aber noch wussten wir auch nicht, was für ein Aufwand üblicherweise an diesem Berg getrieben wird.

Alle diese Leute plus unser Gepäck und wir mussten nun in den Bus gequetscht werden und dann ging‘s endlich los. Nachdem wir Moshi hinter uns gelassen hatten, kamen wir durch unzählige Dörfer, in denen sich häufig entsetzliche Armut und Elend offenbarten und die damit auf uns wie der Alptraum von Afrika wirkten. Trotzdem oder gerade deshalb strömten überall Massen von Menschen jeden Alters in ihrem besten Sonntagsstaat zur Kirche.

Wie üblich musste ich so ungefähr nach der halben Strecke mal wieder dringend und war ganz froh, dass wir in einer Ortschaft hielten, weil der Koch noch nach brauchbarem Fleisch Ausschau halten wollte. Beim Anblick der „Metzgereien“ verging uns der Appetit auf selbiges allerdings schon fast wieder. William war dann so nett, in einer Kneipe am Straßenrand für mich nach der Toilette zu fragen – eine ziemlich dreckige Stehtoilette hinter dem Haus, vor der ein abgezogenes Ziegenfell vor sich hin rottete – aber immerhin…

Warten auf den Koch

Unser schwer bepackter Bus auf dem Weg zum Kilimanjaro

Einige Zeit später machten wir im Dorf Tarakea Lunch-Stopp in der afrikanischen Variante einer Raststätte, im Wesentlichen ein großer Innenhof mit teils überdachten Sitzplätzen, wo man entweder Mitgebrachtes essen oder sich etwas bestellen konnte. Zum ersten Mal bekamen wir hier unser Lunchpaket, dessen Zusammensetzung  wir eher gewöhnungsbedürftig fanden: unter anderem eine labberige Semmel mit Marmelade, ein längliches gebratenes Hackfleischgebilde, eine samt Schale geviertelte, ziemlich faserige Orange und eine Banane, alles in Frischhaltefolie eingewickelt und in einer Plastiktüte verstaut. William und Matthew gönnten sich derweil noch ein letztes anständiges Mittagessen – die wussten wahrscheinlich, welche kulinarischen „Highlights“ sie am Berg erwarteten ;)

Von Tarakea ging es anschließend noch ein Stück an der kenianischen Grenze entlang und schon bald erreichten wir das Nalemoru Gate, den Eingang zum Kilimanjaro Nationalpark und Startpunkt unseres Trekkings.

Am Gate wurden wir nach der Registrierung zunächst im „Tourist Shelter“ abgestellt, so lange die Guides das gesamte Gepäck auf die Träger verteilten. Pro Träger sollten es nicht mehr als 20kg sein, obwohl ich beim Anblick der Last, die der eine oder andere auf dem Kopf den Berg hinaufwuchtete, später öfter so meine Zweifel hatte.



Nach kurzer Zeit gesellten sich vier amerikanische Kili-Aspiranten zu uns, von denen einer extrem gesprächig war und uns sofort über unsere Route und alles Mögliche andere ausfragte. Ich fand eher interessant, dass sie allesamt ziemlich leicht gekleidet waren, dafür dass es hier auf rund 2000 m Höhe und bei zunehmend zweifelhaftem Wetter für mein Gefühl schon eher frisch war, auf jeden Fall deutlich unter 20°C.

Während der Wartezeit trübte der Himmel sich dann immer mehr ein und pünktlich, als William zum Aufbruch blies, begann es zu regnen – erst nur ganz fein, aber schließlich so stark, dass wir uns gleich in unsere komplette Regenmontur hüllten.


Mit Matthew (links) und William im Regenwald

Zum Glück hatten wir uns zuhause beim Packen in letzter Minute doch noch für die Regenhosen entschieden! Ohnehin wurde es auch so schon schlimm genug, da meine Wanderstiefel ziemlich bald durchweicht waren, trotz Goretex-Futter und imprägnierender Schuhcreme.

Die Schuhe hatten ehrlich gesagt schon recht viele Jahre auf dem Buckel. Nachdem es aber die Möglichkeit gegeben hatte, sie beim Hersteller neu besohlen zu lassen, nahm ich an, dass ich mit den gut eingelaufenen Stiefeln besser dran wäre, als mit komplett neuen, was sich in den folgenden Tagen dann doch als richtige Einschätzung erwies.

Nach einiger Zeit ließ der Regen glücklicherweise wieder nach und für kurze Zeit kam sogar die Sonne zum Vorschein.


Üppiges Grün und ein lauschiger Bach - auch auf der "regenarmen" Nordseite des Kilimanjaro herrscht offenbar kein Mangel an Niederschlägen.

Trotzdem war ich an diesem Abend ziemlich demoralisiert, weil ich befürchtete, den Rest des Trekkings – immerhin noch sechs teils sehr lange Tagesetappen – in nassen Schuhen laufen zu müssen, da wären Blasen praktisch garantiert! Und wie sollten meine Füße auf der Gipfeletappe so jemals warm werden?

Die Amerikaner kamen fast gleichzeitig mit uns im ersten Camp an, obwohl sie um einiges später gestartet waren, da sie den schlimmsten Regen am Gate abgewartet hatten. Dass sie den ersten Teil des Aufstiegs deshalb in zügigerem Tempo angehen mussten, stellte in dieser noch eher gemäßigten Höhe wohl kein Problem dar.

Nachmittags im Simba Camp auf 2700 m (Simba heißt in Suaheli Löwe, angeblich wurde hier mal einer gesichtet) hatten wir dann das „Vergnügen“, im eigens für unsere Mahlzeiten mitgeschleppten und für uns beide völlig überdimensionierten „Mess Tent“, das wie das übrige Lager schon komplett aufgebaut auf uns wartete, unseren ersten Nachmittagstee mit frischem Popcorn und leicht angefeuchteten Keksen zu uns zu nehmen.


Leider war es schon bei diesem aller ersten Mal darin ungemütlich kühl, zumal wir noch keine Gelegenheit gehabt hatten, unsere vom Aufstieg feuchte Kleidung zu wechseln. Wie sollte das erst weiter oben am Berg werden?

Unser Lager bestand aus 4 Zelten, wobei unser Zelt, ein nagelneues orange-graues Mountain-Hardware-Zelt, sich für uns ungewohnt geräumig anfühlte, nachdem wir in letzter Zeit zuhause nur noch mit unserem spartanischen und für zwei Personen gerade so ausreichenden Leichtgewichtszelt unterwegs gewesen waren. Die Guides hatten ein ähnliches, allerdings deutlich älteres Zelt, Küchen-und Schlafzelt für alle anderen (!) und unser Essenszelt waren zwei ziemlich stark abgenutzte, riesige Vaude-Zelte.

Abends beim Dinner froren wir dann noch schlimmer, aber unser „Boy“ ließ auch ständig den Zelteingang hinter sich offen. Klar wäre es für ihn umständlich, den Reißverschluss beim Servieren dauernd zu öffnen und wieder zu schließen, aber künftig wollten wir doch darauf bestehen, um uns nicht zu erkälten.

An diesem ersten Abend bestand unser Dinner aus Suppe, Hauptgericht (Reis, Hühnerfleisch, Gemüse) und Obst zum Nachtisch, als Getränke gab‘s Schwarztee oder Instantkaffee. Insgesamt  fand ich alles sehr genießbar, wenn es auch den Umständen entsprechend eher einfache Gerichte waren. Auf jeden Fall war es viel zu viel, aber ich nehme mal an, dass die Träger unsere Reste schon vernichtet haben werden.

Diesmal hatten wir noch Fleisch gegessen, aber von da ab verzichteten wir lieber darauf, da es hier oben tagsüber noch nicht ganz Kühlschranktemperatur hatte – und während der Anfahrt schon gar nicht.

Eigentlich hatte ich angenommen, dass die Guides mit uns zusammen die Mahlzeiten einnehmen würden, so wären die Ausmaße des Zelts wenigstens einigermaßen gerechtfertigt gewesen. Dies schien hier aber nicht üblich zu sein. Wie von jetzt an jeden Abend kamen William und Matthew aber nach dem Essen zu uns, um das Programm des folgenden Tages zu besprechen.

In unserer ersten Nacht am Berg regnete es dann noch ziemlich lang und heftig, was meine Moral nicht gerade hob.



Sonntag, 4. Dezember 2011

Kilimanjaro 2011 - Nach Tansania

Text: Eva Irmler
Fotos: Günter Schmidt



Flug und erster Tag in Moshi


Freitag, 2.12.2011  München – Moshi


Um 4.15 Uhr klingelte der Wecker und eine halbe Stunde später saßen wir mit Sack und Pack im Auto und ließen uns von unserem Sohn Daniel zum Flughafen fahren. Eigentlich sollten wir spätestens um fünf dort sein, was wir nicht ganz schafften, aber Koffer abgeben und Kontrollen gingen dann dank geringem Andrang so schnell, dass wir uns noch vor sechs Uhr einem gemütlichen Frühstück zuwenden konnten.

Die erste Flugetappe ging mit KLM wie immer nach Amsterdam, und von dort starteten wir um 10 Uhr Richtung Tansania, wo wir nach gut acht unspektakulären Stunden Flug fast pünktlich um 20.30 Uhr Ortszeit auf dem Kilimanjaro International Airport landeten.

Beim Aussteigen empfing uns angenehm warme Luft (geschätzt 20-25°C), kein Vergleich zu anderen Reisen in tropische Länder, wo der erste Schritt aus dem Flieger oft ein regelrechter Schock ist. Hier im Nordosten von Tansania am Fuß des Kilimanjaro und auf immerhin fast 900 m Höhe herrscht zum Glück eher gemäßigtes Klima.

Die Einreiseformalitäten, inklusive elektronischem Fingerabdruck à la USA, verliefen recht zügig, und da auch unser Gepäck bald vollzählig angekommen war, konnten wir uns anschließend flott zum Ausgang begeben, wo wir schon von einem Fahrer des tansanischen Partnerunternehmens unseres Reiseveranstalters „Mauly-Tours“ erwartet wurden – keine Zeit, noch vor der 45- minütigen Fahrt zum Hotel eine Toilette zu suchen…

Unser Quartier, die Ameg Lodge in Moshi erreichten wir nach teils abenteuerlicher Fahrt um 22.30 Uhr natürlich im Stockdunkeln. Nachdem wir von der geteerten Hauptstraße abgebogen waren, holperten wir noch ein Stück weit einen Feldweg entlang. Schließlich hielt unser Kleinbus vor einem verschlossenen Tor in einer hohen stacheldrahtbewehrten Mauer, bei dessen  Anblick uns im ersten Moment ein mulmiges Gefühl beschlich.

Auf Zuruf des Fahrers eilte ein Wächter herbei, der das Tor für uns öffnete und uns beim Ausladen gar nicht erst erlaubte, auch nur ein Gepäckstück selbst zu tragen. Dieses für uns zunächst ungewohnte Prozedere wurde in Tansania schnell normal, genauso wie das anschließend fällige Trinkgeld – möglichst in Dollar, der Tansanische Schilling schien nicht so beliebt zu sein.

Wir bezogen unser Zimmer in einem von mehreren Cottages, die auf dem weitläufigen Areal der Lodge verteilt sind. Zwar hatten wir getrennte Betten – zu groß für einen, aber zu klein für zwei –, sonst war aber alles recht ordentlich. Alles Nötige war vorhanden, insbesondere auch Mückennetze über den Betten. Hier wie auch später in der Serengeti bestand durchaus Malaria-Gefahr. Da wir aber schon am übernächsten Tag die Malariazone beim Aufstieg auf den Kilimanjaro verlassen würden, wollten wir unseren Organismus jetzt noch nicht mit der chemischen Keule der Prophylaxe belasten. Lieber rieben wir uns großzügig mit dem auch nicht gerade gesunden, aber wenigstens wirksamen Mückenmittel DEET40 ein, ehe wir uns nach diesem langen Tag endlich schlafen legten.


Samstag, 3.12.  Moshi


Zum ersten Frühstück in Tansania kamen wir gleich mal zu spät, so dass das Buffet schon total geplündert war. Von einer freundlichen Kellnerin wurde uns dann aber nach und nach so viel aufgetischt, dass wir schließlich kapitulieren mussten.

Zurück in unserem Zimmer klingelte bald das Telefon und wir bekamen Bescheid, dass jemand von Mauly-Tours uns abholen würde für letzte Instruktionen zur Kilimanjaro- Besteigung. Wir lernten dann gleich unsere beiden Guides William und Matthew kennen, die noch einmal alles Wichtige für uns zusammenfassten und anschließend die benötigte Ausrüstung mit uns durchgingen, um festzustellen, ob wir an alles gedacht hatten. Andernfalls hätte auch die Möglichkeit bestanden, fehlende Gegenstände zu leihen.

Hier erfuhren wir nun auch, dass wir beide die einzigen Teilnehmer der Tour sein würden, was bei uns sofort die Sorge aufkommen ließ, ob wir überhaupt genügend Bargeld in US-Dollars mitgenommen hatten, um den Guides und Trägern am Ende ein angemessenes Trinkgeld geben zu können. Leider ließ sich daran nun schon nichts mehr ändern, da wir keine Möglichkeit fanden, vor Ort mehr US-Währung aufzutreiben.

Anschließend wollten Günter und ich eigentlich auf eigene Faust den Ort Moshi erkunden. Unsere Guides boten sich jedoch als Begleitschutz an, was wir kaum ablehnen konnten. Einerseits war ich ganz froh, dass die beiden aufdringliche Händler von uns abhielten, aber andererseits hätten wir vielleicht mehr gesehen, wenn wir allein unterwegs gewesen wären. Letzten Endes drehten wir so nur eine Runde durch den Markt und das Stadtzentrum, tranken in einem Gasthaus eine Cola und wussten die ganze Zeit nicht so recht, was wir reden sollten. Dann ging’s schon wieder zurück zu Mauly und im Kleinbus zur Lodge.

Bestimmt hätten wir den Guides eine Menge Fragen stellen und dadurch mehr über die Stadt oder darüber, was uns am Kilimanjaro erwartete, erfahren können. Da uns das aber beiden nicht liegt, blieb dieser erste Besuch einer schwarzafrikanischen Stadt eher unbefriedigend.

Was haften blieb, waren im Wesentlichen die Eindrücke von Günters Fotos:

Meist unbefestigte, staubige Straßen, viele Straßenhändler, die Obst und Gemüse feilboten oder auch Schuhe und Kleidung, die allesamt sehr gebraucht aussahen (enden so unsere Kleiderspenden?).







Auch Handys und allerhand elektronischer Schnickschnack wurden an allen Ecken verhökert. Frauen und Männer hatten im Freien altertümliche Nähmaschinen mit Fußbetrieb aufgebaut und schneiderten eifrig.





Und jede Menge Leute saßen einfach nur untätig herum.

Den Rest des Tages verbrachten wir in der Lodge, teils im Zimmer, teils davor und weil ich am fortgeschrittenen Mittag dann doch noch Hunger bekam, saßen wir ziemlich lang im Restaurant und warteten auf unsere Curries. Währenddessen stolzierte ein Marabu, ein mit 1,50 m beeindruckend großer Storchenvogel, in der Gartenanlage herum, der es vermutlich auf die Küchenabfälle abgesehen hatte.


Abends zum Dinner gab’s dann noch mehr Curry und natürlich Kilimanjaro-Bier. In den kommenden Tagen würde es null Komma null Alkohol geben, was für manche von uns sehr, sehr ungewohnt werden würde… Zusammen mit drei Amerikanern waren wir an diesem Abend die einzigen Gäste der Lodge – kein Wunder, da Anfang Dezember für den Kilimanjaro nicht gerade Hauptsaison war. Ob das Wetter für eine Besteigung trotzdem halten würde? Abends ging ein kräftiges Gewitter in der Ferne über dem Berg nieder…

Wie auch immer, morgen würde es jedenfalls losgehen mit unserem Abenteuer Kilimanjaro!

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Kilimanjaro 2011 - Wie alles begann

Text: Eva Irmler
Fotos: Günter Schmidt



Vom Plan zur Tat


Anfang Dezember 2011 reisten mein Mann Günter und ich nach Tansania, um den Kilimanjaro zu besteigen. Zwei Wochen würden wir insgesamt dort verbringen, von denen etwas mehr als die Hälfte für den Berg reserviert war. Die restlichen Tage wollten wir in der Serengeti und im Ngorongoro-Krater auf Safari gehen.

In den vorangegangenen Jahren hatten wir in den Alpen immer höhere und ehrgeizigere Ziele angestrebt, teils noch gemeinsam mit unserem Sohn Daniel, später nach dessen Flüggewerden, nur noch zu zweit.


Daniel auf dem Gipfel des Weismies (4017m), Sommer 2007

Das Matterhorn grüßt in der Ferne am höchsten Punkt, den wir bei unserem Versuch am 4327m hohen Nadelhorn erreichten

Allmählich keimte so der Wunsch, sich einmal an einem „echt“ hohen Berg zu versuchen. Günter hatte zwar in seiner Jugend schon einige 5000er und 6000er in den Anden bestiegen, aber ich würde mich damit auf absolutes Neuland begeben.

Der Kilimanjaro bot sich für einen ersten Versuch auf diesem Terrain schon allein deswegen an, weil er auf nahezu allen Routen technisch leicht ist und im Normalfall „einfach so“ erwandert werden kann. Natürlich kann einem auch hier das Wetter einen Strich durch die Rechnung machen und vor allem weiß niemand im Vorfeld wie er mit der Höhe an diesem immerhin 5895 m hohen Berg zurecht kommt.

Nachdem Anfang 2011 unser Entschluss feststand, machten wir uns auf die Suche nach einem nicht allzu teuren Reiseanbieter und der für uns passenden Route. Unsere Wahl fiel letzten Endes auf das eher kleine Unternehmen „Moja-Travel“ und die Rongai-Route. Diese führt von Nordosten, von der Grenze zu Kenia her auf den Berg und wird weniger häufig begangen als die meisten anderen Routen, die leichter zu erreichen und besser ausgebaut sind. Außer der relativen Einsamkeit sprach für diese Variante in unseren Augen auch, dass sie auf der weniger regenreichen Seite des Berges verläuft.

Unsere Route am Kilimanjaro:
1: Nalemoru Gate (2020m)
2: Simba Camp (2700m)
3: Kikelewa Camp (3650m)
4: Mawenzi Tarn Camp (4310m)
5: Kibo Hut (4730m)
6: Uhuru Peak (5895m)
7: Horombo Hut (3720m)
8: Marangu Gate (1840m)

Um uns mehr Zeit zur Höhenakklimatisation zu geben, würden wir im dritten der insgesamt vier Lager am Berg zusätzlich einen Rasttag einlegen. Vom Ausgangspunkt am Nalemoru Gate auf 2020 m sah unser Programm nur 3 Tagesetappen bis zum Mawenzi Tarn Camp auf immerhin 4310 m Höhe vor. Nach dem Ruhetag und nur einer weiteren Übernachtung bei der Kibo Hut auf 4730 m sollte dann schon der Gipfelgang folgen.

Neben der Frage, wie ich wohl mit der Höhe, den teilweise happigen Tagesetappen und dem üblicherweise schon um Mitternacht startenden Gipfelaufstieg zurecht kommen würde, bereiteten mir im Vorfeld noch ganz andere Dinge Kopfzerbrechen: Wie warm musste die Bekleidung für einen so hohen Gipfel sein, der aber nur wenig südlich des Äquators liegt, würde mein normaler, warmer Kunstfaserschlafsack ausreichen, würde ich eine starke Woche ohne Dusch- und ernstzunehmende Waschmöglichkeit auskommen, wie sah es mit Toiletten am Berg aus,…?

Außerdem war lange nicht klar, ob und wie viele andere Teilnehmer mit uns auf den Berg kommen würden. Anders als bei vielen anderen Reiseanbietern gab es bei Moja-Travel für diese Tour keine Mindestteilnehmerzahl und auch der Reisetermin war frei wählbar. So erfuhren wir letztlich erst vor Ort, dass wir die beiden tansanischen Bergführer und die gesamte Begleitmannschaft für uns ganz allein haben würden.

Am Kilimanjaro ist es praktisch unmöglich, ohne diesen Komplettservice aus Küchen- und Trägermannschaft unterwegs zu sein, was sicher als Verdienstmöglichkeit für die oft bitter armen Menschen seine Berechtigung hat. Trotzdem fand ich, dass das ganze in unserem Fall schon fast absurde Züge annahm – aber dazu später mehr.

Da uns klar war, dass die wenigen Tage am Berg für die Höhenakklimatisation sehr knapp bemessen waren, planten wir kurz vor unserer Abreise zwei Wochenenden möglichst hoch oben in den Alpen zu verbringen. Höhe kann man zwar in dem Sinn nicht trainieren und spätestens nach zwei Wochen ist die körperliche  Anpassung dahin, wenn kein weiterer „Höhenreiz“ erfolgt. Wir hofften aber, durch den kurzen zeitlichen Abstand doch etwas davon zum Kilimanjaro hinüber retten zu können.

Auch der Komfort sollte nicht zu kurz kommen, am Kilimanjaro würde es noch ungemütlich genug werden. So fiel unsere Wahl auf das in rund 3000 m Höhe gelegene Berghaus Diavolezza im Engadin und das Glacier Hotel Grawand, das auf 3212 m am Hochjochferner über dem Südtiroler Schnalstal liegt. Jetzt Ende November war hier jeweils schon wieder Skisaison, eine willkommene Abwechslung zu den unzähligen (Trainings-)Wandertouren im Sommer und Herbst.

Berghaus Diavolezza mit Piz Bernina

Das Gletscherskigebiet beim Hotel Grawand